/, Gesundheit, inpunkto health, inpunkto style, Lifestyle/Einweg-Kaffeebecher und ihre Folgen

Einweg-Kaffeebecher und ihre Folgen

Aus den Großstädten ist er nicht mehr wegzudenken, der „Coffee-to-go“. Doch auch wenn es recht praktisch ist, sich schnell in einem der zahlreichen Kaffees einen leckeren, frisch gebrühten Kaffee auf den Weg ins Büro mitzunehmen, so produziert der Verbraucher damit eine immense Menge an Müll.

Man muss sich diese Zahlen tatsächlich mal vor Augen führen: 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher werden allein in Deutschland pro Jahr gebraucht und landen anschließend natürlich im Müll. Allein in Berlin sprechen wir hierbei von sage und schreibe 460.000 Pappbechern PRO TAG! Das sind 168 Millionen im Jahr, wie der Bund Naturschutz ermittelt hat. Die Deutsche Umwelthilfe schätzt für diese Milliarden an Einwegbechern den jährlichen Bedarf an Bäumen auf rund 40.000, dazu kommen 1,5 Milliarden Liter Wasser und 22.000 Tonnen Rohöl für die innere Beschichtung der Becher und natürlich die Kunststoffdeckel. Der Bund Naturschutz fordert daher einen Wechsel weg von Einwegbechern hin zu Mehrweg- und Pfandsystemen.

Ein von Schülern aus dem kleinen Städtchen Kulmbach ins Leben gerufene Projekt namens „KulmBecher“ geht genau in diese Richtung. Verbraucher können in vielen Cafés, Eisdielen und Supermärkten mit angeschlossenen Bäckereien den KulmBecher kaufen und mit ihrem Getränk befüllen lassen. Sobald er leer ist, kann er in einem beliebigen anderen teilnehmenden Café in der Innenstadt abgegeben werden. Dort wird er dann gespült und kann natürlich auch wieder befüllt werden. Nimmt der Kunde den Becher nicht wieder mit, erhält er stattdessen eine Pfandmarke.

Der KulmBecher kam bei den Kulmbachern so gut an, dass die Idee der Schüler bereits von weiteren größeren Nachbarstädten aufgegriffen und übernommen werden soll. Auf jeden Fall schön zu hören, dass sich die Jugend für die Erhaltung und den Schutz unserer Umwelt – ihrer Zukunft – interessiert.

2018-09-04T13:27:08+00:00