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Fleisch und Milch: weniger ist mehr

Bereits Anfang März veröffentlichte Greenpeace einen Report mit dem Titel „Weniger ist mehr: Weniger Fleisch und Milch für ein besseres Leben und einen gesünderen Planeten“. Darin macht die Organisation unsere Ernährungsgewohnheiten für einen beachtlichen Anteil, nämlich rund ein Viertel, aller Treibhausgase verantwortlich, die letztlich den Klimawandel verursachen.

Unser Ernährungssystem und die damit einhergehende Nutzung von Grund und Boden für die Landwirtschaft ist von Nachhaltigkeit weit entfernt. Fakt ist, dass der Konsum von Fleisch, Fett und raffiniertem Zucker deutlich zu hoch sind. Die Folge für den Menschen sind negative gesundheitliche Auswirkungen wie Fettleibigkeit und in der Folge Diabetes und Herzerkrankungen sowie weitere chronische Krankheiten. Aber auch die Umwelt bzw. unser Planet leidet enorm, wie Greenpeace nach etlichen vorliegenden Daten und Berichten ermittelte. So sind rund 80 Prozent der Abholzung der Wälder auf unser Ernährungssystem zurückzuführen und 60 Prozent der Klimaemissionen auf tierische Produkte.

Greenpeace liefert in seinem Report auch gleich noch Lösungsvorschläge mit. So sollten von Seiten der Regierungen Subventionen und sonstige politische Maßnahmen zur Unterstützung industrieller Fleisch- und Milchproduktion komplett gestrichen werden. Der Konsum solcher Produkte könnte damit bis zum Jahr 2050 weltweit um die Hälfte reduziert werden. Gleichzeitig solle die ökologische Landwirtschaft gefördert werden, um mehr Bio-Gemüse und Bio-Obst anbauen zu können und die ökologische Tierhaltung für hochwertigere Fleisch- und Milchprodukte zu unterstützen.

Letztendlich geht es nicht darum, alle Menschen zu Vegetariern oder Veganern umzuerziehen, sondern einfach das Bewusstsein für tierische Produkte zu erhöhen und weniger, dafür aber hochwertigere Fleisch- und Milchprodukte zu konsumieren. Andernfalls „werden die Treibhausgasemissionen des Ernährungssystems im Jahr 2050 mehr als die Hälfte der globalen vom Menschen verursachten Emissionen ausmachen“, so der Report, der auf der Webseite von Greenpeace als PDF heruntergeladen werden kann.

2018-06-13T14:35:50+00:00