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Garten-Special Teil 5: Daran erkennen Sie gutes Werkzeug

In der siebten Generation führt die Familie Krumpholz nun bereits die Schmiede im nördlichen Bayern – eine Tradition die samt Wissen stets weitergegeben wurde und nun in den Händen von Claus Krumpholz liegt, der sich auf hochwertige Forst- und Gartenwerkzeuge spezialisiert hat. Mittlerweile zählt seine Schmiede nicht nur zu den zehn ältesten Familienunternehmen Deutschlands, sondern als einziges Unternehmen der Garten-, Forst- und Werkzeugbranche durch Ihre Qualitätsprodukte seit 2015 auch zu den „Marken des Jahrhunderts“, die von Deutsche Standards, Köln, auserkoren werden.

Herr Krumpholz, einer Ihrer Leitsätze ist „Qualität aus Tradition“. Wann war es für Sie klar, dass Sie diese Tradition fortzusetzen wollen?

„Seit 1799 ist unsere Schmiede im Familienbesitz, wobei sich alles auf das überlieferte Handwerk stützt. Die Schmiede ist einfach mein Zuhause. Schon als Kind spielte ich zwischen Amboss und Esse Verstecken. Ich war richtig sauer, wenn mein Vater mich nicht früh genug weckte, ich wollte unbedingt vor den Arbeitern in der Schmiede sein. Besonders stolz bin ich deshalb auch auf meinen Sohn, der nach seinem Studium diese Tradition erhalten und weiterführen will.“

Was macht Ihre Werkzeuge so besonders?

„Ich habe von einem russischen Kunden einen schönen Satz gehört: ,Wissen Sie, wir sind zu arm um billig zu kaufen‘. Unsere Werkzeuge kauft man nicht einfach nur, man investiert in sie. Denn nicht selten, werden sie noch an die nächste Generation im Garten vererbt. Für besondere Anforderungen braucht es schlicht und ergreifend Werkzeuge, die nicht nur gut aussehen, sondern auch eine lange Lebensdauer garantieren. Deshalb werden unsere Werkzeuge in bester Schmiedequalität gefertigt. Das sieht man auf den ersten Blick. Das fühlt man mit dem ersten Griff. Wir haben da so unsere Handgriffe und eine ganz bestimmte Art, das Eisen zu bearbeiten. Das gehört zum Familiengeheimnis und wird gehütet und dann an die nächste Generation weitergegeben.“

Wie wird Ihr Werkzeug belastbar?

„Das A und O bei der Herstellung unserer Werkzeuge die ausschließliche Verwendung von ausgesuchten Materialien. Stabile Metallteile werden aus hochwertigem Schwedenstahl gefertigt, wobei verschiedene Härtegrade verwendet werden. So werden manche Teile sehr hart und äußerst stabil, während andere zur Beständigkeit beitragen, indem sie flexibler sind und somit harte Stöße abfedern. Außerdem wird der Werkstoff beim Schmieden gut durchgeknetet und das Gefüge verdichtet, wodurch sich die Festigkeit erhöht. Die einzelnen Metallteile werden handgeschmiedet. Dafür müssen Fachkräfte ans Werk, die ihr Arbeitsmaterial kennen, verstehen und beurteilen können. Denn nur so entstehen hochwertige Produkte von hoher Ästhetik und Belastbarkeit. In unserer Schmiede wird alles von Hand bearbeitet und anschließend eingehend geprüft. Ein Standard, durch den wir eine lebenslange Garantie auf Material­ oder Fertigungsfehler geben können.“

Gibt es einen Trick, um ein hochwertiges Werkzeug zu erkennen?

„Unsere Großeltern, die auf gutes Werkzeug regelrecht angewiesen waren, haben es von ihren Eltern gelernt, dass Qualitätswerkzeug anders klingt als weniger wertiges. Schlagen Sie die Zinken einer Harke, das Blatt eines Spatens oder das einer Schaufel wie eine Stimmgabel an. Gehärtetes Metall erzeugt dann einen langen, hellen Ton, nicht gehärtetes einen dumpferen. Denn harter Stahl ist mit Kohlenstoff angereichert und erzeugt durch kurze Schwingungen eine höhere Frequenz als weichere gusseisernen Werkzeugen, die billiger sind – aber da hatte ich nach dem Zuschlagen schon den Stahlnagel im Hammer hängen. Oder stellen Sie sich mal mit ganzem Gewicht auf das umgedrehte Blatt einer Schaufel. Nur mit einer Qualitätsschaufel können Sie das machen, ohne dass sich das Metall verbiegt.“

Kommt es beim Qualitätswerkzeug also nur auf die Metallteile an?

„Nein, ordentliche Werkzeuge sind mit Keil plus Ringkeil fixiert, damit sie sicher verbunden sind und niemandem der Axt- oder Hammerstahl um die Ohren fliegt. Billigware ist oft nur zu etwa drei Vierteln ins Auge des Stahls gesteckt und dann verleimt. So ist eine wirklich sichere Fixierung des Stiels optisch nicht mehr erkennbar. Auch Glasfaserstiele sind keine Vollkörperstiele, sondern aus Fasern verleimt. Jeder Lufteinschluss ist da eine Sollbruchstelle. Ein luftfrei verleimter Glasfaserstiel hingegen kann sich nie vom Stiel lösen. Solch ein Stiel kostet schon in der Produktion 10-15 Euro. Äxte mit Stielen aus China-Glasfaser werden bereits um die zehn Euro im Handel angeboten.“

Haben Sie ein Lieblingsprodukt aus Ihrem Sortiment?

„Generell kann ich sagen, dass ich jedes einzelne unserer Werkzeuge schätze. Denn durch die Schmiedekunst, mit der wir unsere Werkzeuge herstellen, ist jedes für sich ein Unikat. Eines meiner absoluten Lieblingswerkzeuge ist jedoch unser Gartenbeil. Es ist universal einsetzbar, scharf genug um sich damit rasieren zu können und sieht einfach schön aus. Aber auch unsere Spaten zählen zu meinen persönlichen Favoriten, sie sind absolut ästhetisch und genau das Richtige für den Einsatz im Garten.“

Wo sind Ihre Werkzeuge erhältlich?

„An unsere Händler stellen wir die gleichen Ansprüche, wie an uns selbst. Deshalb sind unsere Werkzeuge nicht in jedem XY-Baumarkt erhältlich, sondern in Gartencentern, die sich ebenfalls Qualität auf ihre Fahne geschrieben haben. Aktuell führen über 80 Händler in Deutschland unsere Werkzeuge in Ihrem Sortiment, diese sind schnell und einfach durch eine Händlersuche auf unserer Website zu finden. Hinzu kommen Händler im Ausland und ausgewählte Online-Shops.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.krumpholz1799.de

Händler in Ihrer Nähe finden Sie HIER.

2018-04-27T09:42:49+00:00