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Kleine Ernährungskunde: Fette

Fette zählen zu den Makronährstoffen und sind – oft unerkannt – ein wichtiger Energielieferant.

Wirkung und Aufbau

Bei den Fetten unterscheidet man zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Oftmals werden gesättigte Fettsäuren auch als „schlechte Fette“ bezeichnet und ungesättigte Fettsäuren als die „guten Fette“. Vielmehr ist jedoch ein ausgewogenes Verhältnis von den gesättigten zu den ungesättigten Fettsäuren wichtig. In der heute gängigen Ernährung mit Fertigprodukten, verarbeiteten Lebensmitteln und Fast-Food sind viele Transfette enthalten und Omega-6-Fettsäuren. Daher überwiegt bei vielen Menschen der Omega-6-Anteil in der Ernährung während der Anteil an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren eher gering ausfällt. Und genau dies ist das Problem, denn unser Körper reagiert auf diesen Überschuss an Omega-6-Fettsäuren mit Entzündungen, die an verschiedenen Stellen in unserem Körper entstehen könnten. Das Problem hierbei ist, dass diese Entzündungen unbemerkt entstehen und nicht wie beispielsweise Verletzungen Schmerzen verursachen. Die Folgen einer solchen langjährigen schlechten Ernährung kommen unter Umständen erst sehr viel später zum Vorschein in Form von Krankheiten verschiedenster Art.
Die oberste Prämisse lautet daher: meiden Sie Transfette! Transfette sind künstliche, gehärtete Fette, die in unserem Körper genau diese Entzündungen verursachen und damit sehr schädlich sind. Transfette sind enthalten u.a. in Margarine, Pommes Frites, Chips, Wurst, in allen frittierten Lebensmitteln (Stichwort: Fast Food) und sogar in einzelnen Müsliriegeln oder Frühstücksflocken. Auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln kommen Transfette zum Einsatz um diese Produkte haltbarer zu machen. Setzen Sie stattdessen auf gute Fette, die Sie weiter unten im Absatz „Vorkommen“ finden.

Bedarf

Fette haben mit 9,1 Kilokalorien (kcal) die höchste Energiedichte unter den Makronährstoffen. Im Gegensatz zu Kohlenhydraten zählen Fette zu den essenziellen Nährstoffen. Ohne eine ausreichende Fettzufuhr kann der Hormonhaushalt gestört werden und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wird blockiert. Der Bedarf wird oft mit 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht angegeben. Bei Sportlern mit höherem Trainingsvolumen kann dieser Bedarf jedoch schnell auf 1,5 g pro Kilogramm Körpergewicht ansteigen.

Vorkommen

Quellen für gute Fette sind zum Beispiel Fisch, fettreiche Früchte wie Avocados, Nüsse und Samen, Bio-Eier, Butter und andere Milchprodukte von grasgefütterten Kühen sowie Öle mit einem hohem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wie Olivenöl, Walnussöl, Kokosöl oder Rapsöl.

Supplementierung

Aufgrund des in der Regel zu geringen Anteils an Omega-3-Fettsäuren in unserer Nahrung macht es Sinn, die tägliche Ernährung mit einem Omega-3-Präparat zu ergänzen. Aber Vorsicht: nicht alle Produkte halten, was sie versprechen. Achten Sie darauf, dass das Omega-3 von Fischöl oder von Algen aus kalten und möglichst unbelasteten Gewässern stammt. Mit der IFOS gibt es ein International Fischöl Standard Programm, welches sich auf das unabhängige Testen von Omega-3 auf Schwermetalle, Quecksilber & Co. spezialisiert hat. Auf deren Webseite unter www.ifosprgram.com können Sie prüfen, ob ein Produkt sich den Testkriterien unterzogen hat.

Omega-3 hat einige Vorteile:

  • die Omega-3 Fettsäuren EPH und DHA wirken Blutdrucksenkend
  • O3 verbessert die Leistungsfähigkeit des Gehirns
  • O3 kann die Sehkraft verbessern
  • O3 hat eine entzündungshemmende Wirkung auf zellulärer Ebene
2018-01-30T12:59:08+00:00