Milch ist gesund…!?

Kürzlich hat ein lokaler Radiosender ein Interview mit einer „Ernährungsexpertin“ einer großen gesetzlichen Krankenkasse zum Thema vegetarische und vegane Ernährung geführt. Dabei hat die Expertin davon abgeraten, Kinder vegan zu ernähren weil gerade Kinder insbesondere in der Wachstumsphase Milch benötigen. Diese Worte von einer „Ernährungsexpertin“ und noch dazu einer Vertreterin der gesetzlichen Krankenkasse sind schon sehr bedenkenswert, wie es um den Wissensstand unserer Bevölkerung steht. Für uns Anlass genug, um nochmal in aller Kürze ein paar Denkanstöße zum Thema Milchkonsum zu geben.

  • Zahlreiche Studien belegen einen engen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und verschiedenen Krankheiten wie Diabetes Typ 1, Osteoporose und Krebs.
  • 75% der Menschheit leiden an Laktoseintoleranz, ohne dies selbst zu erkennen.
  • Milch kann außerdem verantwortlich sein für Krankheiten wie das Reizdarmsyndrom sowie Hautkrankheiten wie Akne, Ausschlag oder Neurodermitis.
  • Der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches die Muttermilch eines anderen Lebewesens trinkt.
  • Milch enthält zwar Calcium (was von selbsternannten Ernährungsexperten immer wieder hervorgehoben wird), zählt aber zu den säurebildenden Lebensmitteln. Um den Säure-Basen-Haushalt im Lot zu halten muss die durch einen Milchkonsum entstandene Säure neutralisiert werden. Und dazu benötigt unser Körper Mineralstoffe wie Calcium, welche er unter anderem aus den Knochen bezieht. Dies führt bei einem regelmäßigen Milchkonsum also eher zu einem Mineralstoffmangel und daher auch Calciummangel und erhöht in der Folge das Risiko, an Osteoporose zu erkranken.
  • Es liegt bereits rund 3,5 bis 4 Millionen Jahre zurück, als der Mensch bzw. dessen Vorfahre in Afrika einen aufrechten Gang entwickelt hat. Es liegt aber erst rund 10.000 Jahre zurück, als der Mensch begann Milch zu trinken. Der Mensch konnte also einen einen aufrechten Gang entwickeln und Millionen von Jahren auf zwei Beinen gehen, ohne Milch mit ihrem ach so wichtigen Calcium zu trinken…
  • Milch und Milchprodukte aus herkömmlicher Landwirtschaft sind dank ihrer starken Verarbeitung lange nicht mehr das „Naturprodukt Milch“ von glücklichen Kühen die auf einer Weide in den Bergen grasen, wie es die Werbung immer wieder vorgaukelt. Sie enthalten Wachstumshormone, große Mengen an Östrogen und nicht zu vergessen in der Regel auch Rückstände von Antibiotikum, was den Tieren verabreicht wird und über die Milch im menschlichen Körper landet.
  • Und dann sollte auch noch das moralisch bedenkliche Thema Massentierhaltung in der herkömmlichen Landwirtschaft nicht unerwähnt bleiben…

Um abschließend auf die eingangs erwähnte „Ernährungsexpertin“ der Krankenkasse zurückzukommen kann man dieser wirklich nur zustimmen, wenn sie sagt „Milch ist gesund!“. Was sie allerdings vergessen hat zu ergänzen ist „…wenn Sie ein Kalb sind.“!

2018-07-26T10:19:21+00:00